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Griechisch-Etruskischer Ursprung

Das Alfabet der Römer (die etruskische Schrift) stammt von den Griechen (Alfa - Beta - Gamma - Delta ...).

Capitalis

Aus der epigrafischen Majuskel Capitalis monumentalis der Römer entstand die Buchschrift Capitalis quadrata, und aus ihr die etwas zügiger zu schreibende Capitalis rustica.

Frühmittelalterliche Schriften

In der römischen Spätantike entstanden aus der Capitalis kursive Schriften für den Alltag, die schneller zu schreiben waren. Unter diesen waren die ersten Minuskeln, die statt eines Zweizeilenschemas ein Vierzeilenschema mit Ober- und Unterlängen verwendeten. Im Frühmittelalter entwickelten sich aus diesen wiederum neue formalisierte Buchschriften. Beispiele sind die westgotische Schrift, die Unziale, die Halbunziale, die irische und die angelsächsische Schrift, sowie die langobardische Schrift.

Karolingische und humanistische Minuskel

Unter Karl dem Großen wurde die vielen damals verbreiteten, aus Kalligraphisierungen der Minuskelkursive entstandenen Buchschriften zu einer neuen gemeinsamen Buchschrift konsolidiert, der karolingischen Minuskel. Diese besonders klare und gut leserliche Schrift blieb das ganze Hochmittelalter der Standard, bis die gebrochenen Schriften der Gotik sie verdrängten.

Die italienischen Humanisten der Renaissance hielten die karolingische Minuskel irrtümlich für eine Schrift der Antike. Sie wiederbelebten und entwickelten sie weiter zur humanistischen Minuskel und mischten sie dabei mit den Großbuchstaben der Capitalis, woraus die bis heute übliche Praxis der Mischung von Groß- und Kleinbuchstaben in der Schrift stammt.


Gebrochene Buchschriften

In der Gotik kamen gebrochene Schriften in Mode. Man nennt sie so wegen der ganzen oder teilweisen „Brechung“ der Rundungen, etwa der unteren Rundung beim Buchstaben u oder der oberen Rundung beim Buchstaben n. Dieser Formenwandel stellt eine ähnliche Entwicklung wie der Wechsel von Rund- zu Spitzbögen in der Architektur dar. Beispiele gebrochener Buchschriften, die im europäischen Mittelalter und Spätmittelalter in weiter Verwendung waren, sind die gotische Minuskel, die Textura und die Rotunda.

Buchkursiven

Der Begriff der Buchkursive bezeichnet Buchschriften, die auch die Merkmale einer Kursive aufweisen. Über eine genaue Definition, welche Schriften als (gotische) Buchkursiven, Bastarden oder Hybrida bezeichnet werden, herrscht unter Fachleuten Uneinigkeit. Einige Autoren verwenden manche dieser Begriffe als Synonyme, andere nicht. Schwierigkeiten bereitet unter anderem, dass es hier ein breites Übergangsfeld zwischen Gebrauchs- und Buchschriften gibt.

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Quelle:  de.wikipedia.org/wiki/Buchschrift